Konstrukteur: Schöpfer von Zeppelin und Fotokamera
Der Konstrukteur entwirft Anlagen und Maschinen. Das erfordert Kreativität und vorausschauendes Handeln.
Der Konstrukteur – ohne ihn würde es heute weder Eiffelturm noch Dieselmotor geben. So berühmt wie Gustave Eiffel und Rudolf Diesel sind nur wenige; und dass obwohl fast jeder industriell gefertigte Gegenstand aus den Ideen und Plänen eines Konstrukteurs entsteht. Einsatzgebiete für Konstrukteure gibt es überall, wo technische Produkte oder Bauwerke geplant und gefertigt werden, sowohl direkt im Betrieb als auch bei einem Dienstleistungsunternehmen, das sich auf den Bereich Konstruktion spezialisiert hat. Am Anfang eines jeden Projekts steht eine zündende Idee; ist sie gefunden, kann mit der genauen Planung des Projekts begonnen werden.
Das Anfertigen von technischen Zeichnungen mit den exakten Angaben bezüglich des Materials und der Maße, das Erstellen von Stücklisten und der projektbezogene Einkauf, der Bau des Prototypen, die ersten Testläufe und die Überwachung des endgültigen Fertigungsprozesses liegen in den Händen des Konstrukteurs. Größtenteils arbeitet der Konstrukteur am Computer, wo er mithilfe eines sogenannten CAD-Systems Ansichten und Animationen des geplanten Objekts erstellt. Doch bevor der Computer zum Einsatz kommt, sind Kreativität und räumliches Vorstellungsvermögen gefragt – neben Computerkenntnissen die wichtigsten Eigenschaften eines guten Konstrukteurs.
Der Konstrukteur ist auch unter Zeitdruck kreativ
In großen Firmen muss der Konstrukteur oftmals unter enormem Zeitdruck arbeiten, da er für die Konstruktion von Maschinen und Vorrichtungen verantwortlich ist, die zur Produktion eines anderen Produktes benötigt werden. Neben der Herstellung solcher Fertigungseinrichtungen kann der Konstrukteur auch in die Produktion von Serienprodukten eingespannt sein.
Bei der Produktion in hoher Stückzahl steht der Konstrukteur meist zwar unter weniger Zeitdruck, einfacher ist eine solche Aufgabe aber keineswegs. Wenn nicht nur eines, sondern gleich zwanzig- oder dreißigtausend Geräte hergestellt werden, muss der Konstrukteur umso vorausschauender und langfristiger planen, um Konstruktionsfehler und die damit einhergehenden enormen Kosten zu vermeiden. Zum Beruf des Konstrukteurs führen verschiedene Wege: Neben studierten Ingenieuren können sich auch ausgebildete Techniker, Mechaniker oder Quereinsteiger mit praktischer Erfahrung im handwerklichen Arbeiten zum Konstrukteur weiterbilden und auf Stellenangebote bewerben.
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