Geotechnikingenieur: Fest auf dem Boden
Welche Anforderungen stellt der Boden an das Fundament eines Bauwerks? Und welche Wirkung hat ein bestimmtes Bauwerk auf darunter- und umliegendes Gestein? Diese Fragen zu klären, ist Aufgabe des Geotechnikingenieurs.
Der Geotechnikingenieur ist Spezialist für die Analyse der Bodenbeschaffenheit an einem geplanten Bauplatz und die Entwicklung angepasster technischer Lösungen. Er beschäftigt sich vor allem mit Bauwerken, die besondere Anforderungen an die Standfestigkeit stellen oder besonders tief in den Erdboden eingreifen. Darüber hinaus nutzt er auch den Boden selbst als Baumaterial, wenn Dämme oder Deponien errichtet werden.
Beispiele für klassische Arbeitsgebiete des Geotechnikingenieurs sind die Gründung von Hochhäusern und die Errichtung von Tunneln oder Wasserbauwerken. Auch bei der Nutzung von Rohstoffen finden Geotechnikingenieure Jobs.
Hierbei muss der Geotechnikingenieur immer auch negative Auswirkungen des Baus auf Boden oder Grundwasser vorhersehen und durch technische Lösungen vermeiden.
Neben der Arbeit in Bauunternehmen und Ingenieurbüros gibt es auch Stellenangebote, in denen Planungs- und Aufsichtsbehörden oder Versicherungen Geotechnikingenieure suchen. Die hier angestellten Geotechnikingenieure erstellen Gutachten zu geplanten Bauvorhaben oder bewerten, für welche Nutzungen ein Gebiet besonders geeignet ist.
Geotechnikingenieure durchlaufen eine interdisziplinäre Ausbildung
Studierende der Geotechnik beschäftigen sich neben dem Bauingenieurwesen vor allem mit Geologie und Bergbau, darüber hinaus etwa mit Baurecht und Projektmanagement. Diese Kenntnisse muss der Geotechnikingenieur im Beruf kreativ anwenden und so die gestellten Aufgaben lösen.
Geotechnik kann als eigene Disziplin an Fachhochschulen studiert werden, darüber hinaus bieten Universitäten im Fach Bauingenieurwesen einen entsprechenden Schwerpunkt an.
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