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Die richtige Bewerbungsstrategie

Viele glauben immer noch, den Traumjob findet man im Dreierschritt: Stellenanzeigen lesen, Bewerbungsunterlagen losschicken und Vorstellungsgespräche führen. Doch zur erfolgreichen Suche gehört einiges mehr.

Der Schlüssel zum Erfolg einer Bewerbung liegt in der richtigen Bewerbungsstrategie. Zunächst gilt es, die eigenen Stärken und Schwächen genau zu analysieren.

Erst wenn Sie Ihre eigenen Potenziale kennen, sollten Sie die nächsten Schritte wie eine gründliche Recherche und möglicherweise die Formulierung eines Stellengesuches einleiten. Der richtige Einsatz des Telefons sowie dar Nutzen eventuell vorhandener Kontakte vervollständigen das Instrumentarium der richtigen Bewerbungsstrategie für Profis.

  1. Selbstanalyse
  2. Recherche
  3. Stellengesuch
  4. Networking
  5. Mit dem Telefon zum Erfolg

Selbstanalyse

Sie wollen einen Job, der zu Ihren besonderen Fähigkeiten und Ihrer Persönlichkeit passt? Klar. Bloß: Es ist nicht immer leicht, die Frage nach den eigenen Fähigkeiten, Stärken, Wünschen und Zielen zu beantworten. Die vier klassischen W-Fragen können Ihnen dabei als Leitfaden dienen:

Gehen Sie beim Beantworten der Fragen strukturiert vor. Legen Sie sich etwa eine spezielle Datei im Computer an und gehen Sie alle Fragen der Reihe nach durch. Und vergessen Sie nicht: "Don't only think it - but ink it!" - Schreiben Sie alles auf. Führen Sie Protokoll, während Sie Schritt für Schritt die eigenen Stärken, Schwächen und Wünsche entdecken.

Wer bin ich? Was kann ich?
Ihnen fällt nichts Gescheites für Ihre Checkliste ein? Überlegen Sie einmal: Welche Fähigkeiten haben Sie aufgrund Ihrer Ausbildung und beruflichen Erfahrung, aber auch aufgrund sonstiger Interessen? Listen Sie auch Fremdsprachen- und Software-Kenntnisse auf. Überlegen Sie, was Sie bisher gerne gemacht haben und wann Sie Schwierigkeiten hatten.

Welche Tätigkeit geht Ihnen besonders leicht von der Hand? Welche beruflichen Erfolge können Sie vorweisen? Ein Arbeitgeber wird sich besonders für diesen Punkt interessieren. Schließlich macht er sich (berechtigte) Hoffnungen, dass Sie auch für ihn künftig solche Erfolge hervorbringen.

Die Erforschung des unbekannt bekannten Terrains der eigenen Persönlichkeit ist harte Arbeit. Doch die Mühe zahlt sich aus. Denn erst jetzt können Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber überzeugend vermitteln, was Sie anzubieten haben und warum genau Sie die oder der Richtige für diesen Job sind.

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Was will ich?
Viele Bewerbungen leiden darunter, dass die Absender ihr eigentliches Anliegen nicht ausreichend formulieren können: "Ich bin der/die Richtige für den Job!" Um diese Aussage vermitteln zu können, müssen Sie zunächst einmal selbst davon überzeugt sein, dass die beworbene Position Ihnen liegt. Haben Sie schon einmal eine Stellenanzeige gelesen, auf die Sie sich nicht beworben haben, obwohl die Beschreibung genau Ihren Vorstellungen entsprach? Vielleicht weil Sie mit Ihren bisherigen Qualifikationen keine Chance auf einen Erfolg sahen? Oder haben Sie sich im umgekehrten Fall schon auf Stellen beworben, die Ihren Neigungen nicht unbedingt entsprechen, die aber von interessanten Firmen in der Umgebung angeboten wurden und dem nahe liegen, was Sie gerade auch schon tun?

Gehen Sie doch einmal anders vor: Unabhängig von aktuellen Angeboten und ohne den Zwang, all Ihre Zusatzqualifikationen in der Betrachtung unterzubringen, fragen Sie sich, wie Ihr Berufsweg optimalerweise verlaufen sollte. Was wollen Sie wirklich machen? Und welches Ziel peilen Sie mittel- oder gar langfristig an?

Was ist möglich?
Nachdem Sie sich nun sowohl über Ihre Stärken und Schwächen als auch Ihre Wünsche und Ziele klar geworden sind, notieren Sie alle Voraussetzungen, die Ihrer Meinung nach für die Besetzung Ihrer Wunsch-Stelle notwendig wären. Beziehen Sie neben den erforderlichen Fachkenntnissen und Erfahrungen auch die persönlichen Fähigkeiten (soft skills) mit ein.

Stellen Sie dieser Beschreibung jetzt Ihre eigenen Stärken und Schwächen gegenüber. Erfüllen Sie die Anforderungen? Prüfen Sie anhand der "Checkliste - Stärken und Schwächen", wie fit Sie sich für den Job fühlen.
Wenn sich Anforderungen und die Einschätzung Ihrer Fähigkeiten weitgehend decken, können Sie sich gut gewappnet für die weiteren Schritte Ihrer Bewerbung fühlen. Haben Sie Defizite erkannt? Dann wissen Sie jetzt, wie Sie zielgerichtet an sich arbeiten können.

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Recherche

Wie finde ich die richtige Stelle?
Sie wissen nun genau, was Sie wollen, und jetzt heißt es nur noch die passende Stelle finden. Aber wo? Halten Sie regelmäßig im Stellenteil der Zeitungen Ausschau nach passenden Angeboten. Wo Sie die richtigen Anzeigen für sich finden - ob in Ihrer lokalen Tageszeitung, in überregionalen Blättern oder Fachzeitschriften - sollten Sie vorab klären.

Eine preiswertere Alternative ist das Internet. Nicht lange suchen oder viel Blättern: Stellensuche im Internet ist superbequem und kostet nicht viel. Auf den StepStone-Seiten etwa haben Sie per Suchfunktion schnellen und bequemen Zugriff auf das für Sie passende Stellenangebot. Der Vorteil: Ihre Suchkriterien können Sie abspeichern und bekommen dann eine automatische kostenlose eMail-Benachrichtigung, sobald passende Stellenanzeigen online gehen.

Daneben lohnt es sich auch unternehmenseigene Jobbörsen zu durchforsten - zumindest, wenn Sie Ihren Wunsch-Arbeitgeber bereits ins Auge gefasst haben.

Vergessen Sie aber nicht: Entscheidend für Ihren beruflichen Erfolg ist nicht der gute Name eines Betriebes, sondern ob das Unternehmen den richtigen Rahmen für Ihr Vorhaben bietet. Besorgen Sie sich Firmen-Informationen aus der Literatur oder dem Internet, und prüfen Sie, wo Sie gut aufgehoben wären. Testen Sie die Beschreibungen auch im Hinblick auf Ihre beruflichen Ziele: Würde Sie eine Einstellung bei dem jeweiligen Unternehmen wirklich weiterbringen und Ihnen Perspektiven eröffnen oder nur Ihren Status quo zementieren?

Stellenanzeigen "richtig" lesen
In Stellenanzeigen wird meistens das optimale Bewerberprofil beschrieben. Da "Superman" oder "Superwoman" auf dem Arbeitsmarkt jedoch eher selten zu finden sind, kann als Faustregel gelten, dass ein Angebot für Sie in Frage kommt, wenn Sie wenigstens zu 60 Prozent die gestellten Anforderungen erfüllen.

Mit einer genaueren Analyse einer Stellenanzeige nach "Muss-" und "Kann"-Anforderungen können Sie Ihre Chancen noch besser einschätzen. Es ist etwas anderes, ob ein Betrieb sich einen Mitarbeiter mit guten Englischkenntnissen wünscht, weil das heute allgemein erwartet wird, oder ob ein internationales Unternehmen die Beherrschung dieser Sprache in Wort und Schrift zwingend vorschreibt. Sollte Ihr Schulenglisch über die Jahre etwas gelitten haben, kann im ersten Fall unter Umständen schon die Anmeldung zu einem Refresher-Course ausreichend sein, um Ihre Chancen nicht zu schmälern, im zweiten Fall dagegen sicherlich nicht.

Werden Erfahrungen mit einer bestimmten Software gefordert, die Sie nicht vorweisen können, kann oft der Verweis auf Ihre Routine in verwandten Anwendungen deutlich machen, dass Sie sich in Kürze einarbeiten können. Dies dürfte bei Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation in der Regel kein Problem sein, wenn jedoch die Beherrschung einer speziellen Programmiersprache vorausgesetzt wird, kommen Sie mit dieser Methode kaum weiter. Das klingt kompliziert, aber meistens lässt sich anhand der Formulierung im Anzeigentext schon erkennen, ob Ihre Bewerbung auch ohne die geforderten Kenntnisse aussichtsreich ist.

Information über Arbeitgeber
Sie wissen bereits genau, bei wem Sie sich bewerben wollen? Dann ist Ihr erster Schritt dennoch die Recherche. Denn Sie müssen Ihren potenziellen Arbeitgeber überzeugen, dass gerade Sie seine Bedürfnisse besonders gut erkannt haben und optimal befriedigen können. Das bedeutet für Sie, Sie müssen möglichst viele Informationen über künftigen Arbeitgeber zusammentragen. Blättern Sie im Branchenfernsprechbuch, in Messekatalogen und in Bibliotheken ausliegenden Nachschlagewerken (z.B. Hoppenstedt), in denen Informationen über Unternehmen zu finden sind. Lesen Sie Fachzeitschriften, Tages- und Wochenzeitungen. Und nicht nur den Anzeigenteil - gerade die Wirtschaftsberichterstattung ist interessant, z.B. wenn ein Unternehmen expandiert, im Umbruch ist, Zweigstellen eröffnet etc. Haben Sie ein konkretes Unternehmen im Auge, empfiehlt es sich, telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Und natürlich bietet sich das Internet auch in diesem Fall als Recherchequelle an. Gehen Sie in die Firmensuche bei StepStone.de, wo Sie übersichtlich gegliedert die wichtigsten Informationen bekommen. Darüber hinaus informieren viele Unternehmen nicht nur über neue Projekte, Firmenphilosophie oder Mitarbeiterzahlen auf ihrer eigenen Homepage. Häufig können Sie hier bereits einen ersten Eindruck von den möglichen Kollegen gewinnen. Denn: Viele Teams stellen sich auf einer eigenen Website mit Foto vor.

Ein besonderer Tipp: Verrät die Homepage nichts über mögliche Standorte im Ausland, versuchen Sie es einfach mit einem anderen Länderkürzel am Ende der Webadresse - etwa .com für die USA, .it für Italien oder .co.uk für Großbritannien.

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Stellengesuch

Wenn Sie selbst ein Stellengesuch veröffentlichen, signalisieren Sie Leistungsbereitschaft und Motivation. Umso mehr überrascht es, dass die meisten Stellengesuche eintönig, geradezu langweilig und wenig aussagekräftig formuliert sind. Das, was die Inserenten ihren potenziellen Arbeitgebern in der Zeitung und auch im Internet anbieten, bleibt oft farblos und austauschbar. Folglich löst die Anzeige bei den meisten Personalentscheidern eher Achselzucken aus als den Wunsch, mit dem Inserenten Kontakt aufzunehmen.

Ihr Text sollte folgende Angaben enthalten:

  • Ihre wichtigsten fachlichen Qualifikationen
  • Ihre beruflichen Erfolge
  • eine präzise Angabe, welche Position Sie suchen
  • Ihr Alter und Geschlecht
  • ggf. eine Angabe zu Ihrer Mobilität

Überlegen Sie sich genau: Was ist Ihr Kommunikationsziel, Ihre "Message"? Mit welchen Argumenten wollen Sie überzeugen? Für alle Formulierungen gilt: Seien Sie immer klar und verständlich, und kommen Sie schnell auf den Punkt. Wiederholen Sie nicht im Text, was bereits in der Überschrift steht. Apropos Überschrift: Sie ist der prominenteste Ort Ihrer Anzeige. Denken Sie daher bei der Formulierung nicht so sehr daran, was Sie suchen, sondern was Sie anzubieten haben. Die Überschrift muss Aufmerksamkeit wecken, damit der potenzielle Chef überhaupt weiterliest.

Erfrischend anders wirkt etwa jener Autoverkäufer, der sein ganz persönliches Berufsmotto als Überschrift wählt: "Verkaufen ist Leidenschaft". Aufmerksamkeit wecken heißt aber nicht, um jeden Preis zu protzen. Verzichten Sie auf unseriöse Aufschneidereien wie "Arbeite rund um die Uhr" oder "spitzenmäßige Allroundkraft" etc. Und vermeiden Sie Abkürzungen - mit Ausnahme der üblichen wie w. für weiblich, m. für männlich, J. für Jahre bei der Altersangabe.

Besprechen Sie mit der Anzeigenredaktion, welche zusätzlichen graphischen Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen. Ein doppelter Rahmen, ein fetter Seitenrand, ein Raster im Texthintergrund, eine besondere Typographie sind wirkungsvolle optische Anziehungspunkte. Natürlich gilt das auch für die Größe. Dennoch: Die Anzeige sollte in adäquatem Verhältnis zu der von Ihnen angestrebten Position stehen. Für mittlere Angestellte ist eine zweispaltige Anzeige üblich. Top-Manager und andere Führungskräfte können ruhig ein vier- bis fünfspaltiges Gesuch ins Auge fassen. Knausern Sie also nicht. Die Faustregel heißt: In überregionalen Zeitungen sollten Sie etwa 1 Prozent Ihres anvisierten Jahresgehalts in ein Gesuch investieren; bei regionalen Zeitungen etwas mehr als 0,5 Prozent. Und vergessen Sie nicht einen geeigneten Zeitpunkt zu wählen. In der Samstagsausgabe vor Weihnachten zum Beispiel erzielt Ihr Stellengesuch unter Umständen nicht die gewünschte Wirkung.

Einfacher und günstiger haben Sie es, wenn Sie Ihr Stellengesuch bei StepStone.de hinterlegen. Mit Hilfe von Formularen werden Sie gewiss keine Ihrer Qualifikationen vergessen, die Sie jederzeit ergänzen können. Selbstverständlich bleiben Sie anonym. Erst wenn Sie einer Kontaktanfrage eines Unternehmens zustimmen, bekommt dieses Ihre persönlichen Kontaktdaten. Mit nur einer Eingabe erreichen Sie viele Personalverantwortliche. Letztendlich haben Sie rund um die Uhr auf der ganzen Welt Zugriff zu Ihrem Stellengesuch.

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Networking

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt, wo sich viele kompetente Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um jede einzelne interessante freie Stelle bewerben, kann niemand mehr aufs Kontakte-Knüpfen, neudeutsch Networking, verzichten. Durch gute Beziehungen vergrößern sich Ihre Erfolgsaussichten bei der Arbeits- bzw. Ausbildungsplatzsuche. Schließlich werden die meisten freien Stellen durch die Vermittlung von Bekannten besetzt und nicht etwa - wie viele meinen - über Stellenanzeigen. Nichts ist erfolgversprechender als "Vitamin B" (= Beziehungen). Ihre Chancen stehen also äußerst gut, wenn Sie eine der maßgebenden Personen Ihres Wunschunternehmens kennen oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der jemanden kennt ...

Die persönliche Empfehlung setzt natürlich voraus, dass Sie mit Leuten bekannt sind, die auch einflussreich sind. Verfügen Sie noch nicht über solche Beziehungen, dann sorgen Sie dafür, dass diese entstehen - z.B. durch Verwandte, Bekannte, Freunde etc. Überlegen Sie, wen Sie ansprechen könnten. Stellen Sie eine Liste zusammen - am besten sofort. Finden Sie 30 Namen/Ansprechpartner, die auf diese Liste gehören. Sind Ihnen 30 Namen eingefallen? Weniger? Haben Sie auch an entfernte Verwandte gedacht, an Freunde von Freunden, Ex-KollegInnen, Ausbilder, Eltern von Klassenkameraden Ihrer Kinder, Nachbarschaft, Steuerberater etc.? Einige der von Ihnen aufgeschriebenen Leute werden Sie ohnehin regelmäßig treffen. Diese fragen Sie am besten persönlich, ob sie Ihnen behilflich sein können, Kontakte zu knüpfen.

Bei anderen empfiehlt es sich, telefonisch um Tipps zu bitten oder bei einem "zufälligen" Zusammentreffen einmal ganz unverbindlich nachzufragen. Bloß: Was tun, wenn Sie keiner empfiehlt? Ganz einfach: Dann empfehlen Sie sich selbst: Besuchen Sie Fachmessen, Kongresse, Tagungen, Vorträge und versuchen Sie, ins Gespräch zu kommen. Ihr Auftrag lautet: Knüpfen Sie ein möglichst enges Netz aus Kontakten.

Im Laufe der Zeit werden so viele Informationen zusammengetragen, dass Sie sich unmöglich alles merken können. Versäumen Sie es daher nicht, rechtzeitig mit der Anlage einer Kartei anzufangen. Schreiben Sie Namen, Adressen, Telefonnummern, Arbeitgeber und Bekannte Ihrer Kontaktpersonen auf. Hoffentlich kommen viele Ansprechpartner zusammen. Wenn es ernst wird, brauchen Sie jeden einzelnen.

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Mit dem Telefon zum Erfolg

Die meisten Bewerberinnen und Bewerber unterschätzen die Chancen, die der gezielte Einsatz des Telefons in ihrem Bewerbungsvorhaben birgt. Lediglich zehn Prozent greifen während der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche zum Hörer. Ein schwerwiegender Fehler. Denn das Telefon kann in fünf unterschiedlichen Phasen Ihre Bewerbungsstrategie optimieren.

1. Informationen sammeln - das Telefon als Recherche-Instrument.
Rufen Sie die Öffentlichkeitsabteilung des Unternehmens an. Lassen Sie sich eine Selbstdarstellung der Firma, eine Pressemappe oder ähnliche Unterlagen zusenden. Bei großen Unternehmen gibt es Broschüren und Mitarbeiterzeitungen für einzelne Geschäftsbereiche.

2. Bedarfsnachfrage - erster Kontakt per Telefon
Bevor Sie Ihre Bewerbungsunterlagen einsenden, sollten Sie bei dem in der Anzeige genannten Ansprechpartner anrufen bzw. bei Initiativbewerbungen herausfinden, an wen Sie sich wenden können. Ziel dieses Anrufs: Interesse zu wecken und den Personalentscheider neugierig auf Ihre Bewerbungsunterlagen zu machen.

3. Nachfassen
Was ist eigentlich aus der Bewerbung geworden? Haben Sie sich das auch schon gefragt, weil Sie vom Unternehmen keine Antwort bekommen haben? Dann sollten Sie telefonisch nachfassen. Sie können zwei bis drei Wochen nach Einsenden der Unterlagen telefonisch aktiv werden und sehr freundlich, selbstverständlich nicht vorwurfsvoll nachfragen, wie der Stand der Bewerberauslese ist.

4. Kontakt halten
Belassen Sie es nicht dabei, lediglich einmal bei Ihrem Wunscharbeitgeber anzurufen. Unterstreichen Sie Ihr Interesse, indem Sie am Ball bleiben und immer mal wieder nachfragen - natürlich nicht täglich, Sie wollen ja keinem auf die Nerven gehen. Aber in Abständen von zwei Wochen können Sie sich regelmäßig melden.

5. Nach einer Absage
Wenn Sie z.B. nach einem Vorstellungsgespräch eine Absage erhalten, dürfen Sie sich telefonisch ruhig nach den Gründen erkundigen - möglichst sachlich und nicht beleidigt, auch wenn's schwer fällt. Fragen Sie nach einem persönlichen Tipp, den man Ihnen für Ihre weiteren Bewerbungen mit auf den Weg geben kann.

Die Vorbereitung auf das Telefongespräch
Für die erste Kontaktaufnahme mit Ihrem künftigen Arbeitgeber sollten Sie möglichst gut vorbereitet sein. Vor allem zeigen Sie sich gut informiert. Sammeln Sie Unternehmensinformationen. Besuchen Sie die Homepage der Firma, schlagen Sie in Handbüchern nach, und studieren Sie Branchenzeitschriften. Fragen nach Ihren beruflichen Zielen oder nach Ihrer Qualifikation für den Job dürfen Sie jetzt nicht mehr in Verlegenheit bringen. Idealerweise haben Sie bereits einen Entwurf Ihrer schriftlichen Bewerbung mit Lebenslauf vor sich liegen. Außerdem sollten Sie einen Notizzettel parat haben, auf dem Ihre Fragen übersichtlich aufgeführt sind (Natürlich sollten Sie auch einen Stift in Reichweite wissen, um die Antworten zu notieren). Beachten Sie bitte, dass Ihre Unterlagen nur als Gedächtnisstütze dienen sollen; die Fragen und Antworten zu Ihren Qualifikationen und zu Ihrem Lebenslauf müssen Sie weitgehend verinnerlicht haben.

Nun suchen Sie sich einen geeigneten Moment für den Anruf aus. Sie sollten nicht gerade abgehetzt, erschöpft oder todmüde sein, wenn Sie über Ihre berufliche Zukunft verhandeln. Am Telefon haben Sie nur Ihre Stimme, um zu überzeugen! Manchen gelingt eine konzentrierte und eindringliche Darstellung besser, wenn sie beim Telefonieren stehen oder herumlaufen. Überlegen Sie, welches die beste Methode für Sie ist. Kleiner Tipp: Ziehen Sie sich für ein Bewerbungstelefonat (fast) an wie für ein Vorstellungsgespräch. Denn Ihr Äußeres hat Einfluss darauf, wie Sie am anderen Ende der Leitung wirken.

Das Telefongespräch
Wie wird das Gespräch verlaufen und welche Themen spielen eine Rolle? Zunächst wird es in der Regel um die gleichen Inhalte gehen, die für Ihr Anschreiben und das Vorstellungsgespräch relevant werden. Wenn Sie sich gut präpariert haben, dürften Sie sich sicher genug fühlen, die entsprechenden Antworten schnell und fundiert parat zu haben. Halten Sie keine langen Monologe, sondern sprechen Sie präzise und in jeweils wenigen Sätzen. Konzentrieren Sie sich dabei auf das Wesentliche, und langweilen Sie Ihren Gesprächspartner nicht mit irgendwelchen Schulungen, die keinen unmittelbaren Bezug zu der angebotenen Tätigkeit haben. Stellen Sie die Fragen zum Job und zur Firma, die Ihnen wichtig erscheinen. Achten Sie bei den Antworten auf eventuelle Schlüsselbegriffe, die Ihnen Aufschlüsse über die Kultur und die Corporate-Identity eines Unternehmens geben könnten. Die geschickte Anwendung dieser Begriffe kann Ihnen im Vorstellungsgespräch helfen.

Wenn Sie alle Antworten haben, die Sie brauchen, und das Gefühl hegen, auch Ihr Gesprächspartner habe keine weiteren Fragen mehr, beenden Sie ruhig das Telefonat aus Eigeninitiative. Sagen Sie, dass Sie gern Ihre Bewerbungsunterlagen zuschicken möchten, und bedanken Sie sich für die gewährte Aufmerksamkeit und die erteilten Auskünfte.

Wenn das Gespräch gut verlaufen ist und Sie die Aufforderung erhalten haben, Ihre Unterlagen einzureichen, sollten Sie nicht lange mit dem Versenden Ihrer Bewerbungsmappe warten.

© Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader

 

 
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